Der erste Monat der Energiesparfüchse

Am 1. Februar wurde die neue Social Power Plus App für die registrierten Teilnehmenden in den Regionen Schaffhausen, Winterthur und Wil lanciert. Die App ist mit dem intelligenten Strom- und/oder Gaszähler des Haushalts verbunden, sodass die Teilnehmenden ihren Energieverbrauch pro Stunde ablesen können. Das ist ein grosser Fortschritt gegenüber der sonst üblichen vierteljährlichen oder jährlichen Ablesung des Energieverbrauchs! Die App wurde von Forschungsteams der SUPSI und der ZHAW entwickelt und von CLEMAP mittels Datenverarbeitungsprozessen unterstützt. Das Projekt findet in Zusammenarbeit mit den regionalen Energieversorgern statt: EKS, Stadtwerk Winterthur und Technische Betriebe Wil.

Das hauptsächliche Ziel des Projekts ist die Förderung von Energieeinsparungen im Haushalt. Mehrere Forschungsstudien haben jedoch gezeigt, dass die Bereitstellung von Daten allein nicht ausreicht, um dieses Ziel zu erreichen. Daher hat das Forschungsteam im Rahmen eines Co-Creation-Prozesses im Jahr 2021 mit Energiekunden zusätzlich weitere Funktionen entwickelt, um Verhaltensänderungen für Energieeinsparungen zu unterstützen. Neben den täglichen und wöchentlichen Informationen zu den eigenen Verbräuchen und Einsparungen können die Teilnehmenden an Challenges zum Energiesparen teilnehmen, Tipps zum Energiesparen in verschiedenen Bereichen ihres Hauses erhalten und persönliche Erfahrungen und Vorschläge in der App auf einer thematischen Pinnwand teilen.

Am Abend des 1. Februar organisierte das Forschungs- und Datenteam ein kurzes online Energiesparfüchse-Treffen, um sich gegenseitig kennenzulernen, zu erfahren, warum die Haushalte am Projekt teilnehmen und um die App zu erklären. Die Motivationen waren sehr unterschiedlich: vom Interesse am Energiesparen bis hin zum Wunsch, einen Beitrag zu Forschungsaktivitäten zu leisten. Die Vielfalt der Antworten ist sehr erfreulich, da wir hofften, eine vielfältige Gruppe von Teilnehmenden zu gewinnen.

Jetzt, fast einen Monat später, sehen wir, wie sich diese Vielfalt auf die Nutzung der App auswirkt. Wir haben per E-Mail, Telefon und auf den Pinnwänden der App Rückmeldungen zur App erhalten, haben erfahren, wo es zu Verständnisproblemen kommt und welche zusätzlichen Funktionen willkommen wären. Wir haben diese Wünsche und Feedbacks gesammelt und aktiv auf alle Fragen geantwortet. Außerdem hat das App-Entwicklungsteam bereits mehrere, neue Funktionen implementiert: eine Jahresansicht des wöchentlichen Energieverbrauchs, eine Gesamtenergiekurve zusätzlich zur Aufschlüsselung des Verbrauchs nach Heizung und anderen Geräten und die Verbrauchsbasis (die zur Berechnung der Energieeinsparungen verwendet wird) wird nun jeden Monat zurückgesetzt, um die saisonalen Veränderungen des Energieverbrauchs zu berücksichtigen.

Darüber hinaus gab es auf den Pinnwänden viele Fragen, Antworten und Ideen der Teilnehmenden zu energiesparenden Geräten im Haushalt, Tipps und Tricks für Verhaltensänderungen und Anfragen zu den optimalen Einstellungen der Heizung und anderen Geräten. Die Gruppe von fast 200 Personen, welche die App nutzen, hat sich definitiv als Netzwerk und Ressource für gegenseitige Hilfe und Inspiration erwiesen.

In den kommenden zwei Monaten, März und April, werden in der App neue Challenges zu verschiedenen Themenbereichen veröffentlicht, z. B. wie man beim Kochen, Putzen oder im Homeoffice Energie sparen kann. Und am Ende jeden Monats werden die Einsparungen jeder Region im Rahmen eines Energiesparwettbewerbs miteinander vergleichen.

Die Antworten der Teilnehmenden nach der Häufigkeit, mit der sie die App anschauen (erfragt am 2. online-Energiesparfüchse-Treffen vom 22.2.22).