Was ist Standby?

Der Standby-Verbrauch, auch Leerlaufverlust genannt, ist der Strom, der bei elektrischen Geräten verloren geht, wenn Sie nicht vollständig abgeschaltet sind, also im Standby-Modus sind. Standby beschreibt den Zustand von Geräten, die nicht völlig abgeschaltet werden. So bleibt die Stromversorgung eingeschaltet, damit das Gerät sofort einsatzberiet ist. Dies ist zum Beispiel bei Monitoren, Fernsehern, TV-Boxen, etc. der Fall. Gemäss Standby-Statistik der Schweizerischen Agentur für Energieeffizienz verbrauchen elektronische Geräte in Schweizer Haushalten allein im Standby rund 160 Millionen Kilowattstunden (kWh) pro Jahr. Das entspricht dem jährlichen Stromverbrauch von etwa 40‘000 typischen Vierpersonenhaushalten [1].

Standby-Detektive

Eine Studierenden-Gruppe hat bei sich zu Hause bei allen elektrischen Geräte den Standby-Verbrauch gemessen und miteinander verglichen. Dabei sind Ihnen folgende Dinge aufgefallen:

  • Geräte aus dem Bereich Audio, TV und IT haben im Vergleich zu den anderen Kategorien einen viel höheren Standby-Verbrauch
  • Grössere Geräte hatten tendenziell auch einen höheren Standby-Verbrauch
  • Ladegeräte oft einen sehr kleinen Standby-Verbrauch haben (E-Bike-Ladegerät etwas höher, aber vergleichsweise immer noch gering)

Für sich ziehen die drei Studierenden ein eigenes Fazit: «Es war spannend zu sehen, wie unterschiedlich die Standby-Verbräuche sind und etwas geschockt waren wir schon zu sehen, wieviel unsere Unterhaltungselektronik im Standby dauernd an Strom verbraucht.»

Massnahmen um den Standby-Verbrauch zu reduzieren

Um keinen Strom zu verschwenden, sollten Geräte ganz ausgeschaltet werden. Mit ferngesteuerten Steckdosen können Sie das sogar bequem von der Couch aus machen. Diese sparen jedoch nicht immer Strom, da diese aufgrund ihres Funkmoduls ständig in Bereitschaft sind und so wiederum selber einen Standby-Verbrauch haben. So lohnt sich eine ferngesteuerte Steckdose im Bezug Stromverbrauch erst, wenn der Stromverbrauch ohne ferngesteuerte Steckdose mehr Strom verbraucht [2]. Besser sind mechanische Schalter wie zum Beispiel eine Zeitschaltuhr. Das geht dank einem Zwischenstecker mit Sensor, der zwischen Gerät (Fernseher, Monitor, TV-Box) und Steckdose gesteckt wird. Eine andere Variante ist eine Steckerleiste mit Schalter, durch den die eingesteckten Geräte komplett vom Strom getrennt werden können. Ebenfalls sollte man alle elektronischen Geräte vor dem Urlaub komplett abschalten und ausstecken [2].

Sparpotential beim Standby

6 bis 14 Prozent des gesamten Stromverbrauchs eines Haushaltes wird durch Standby verursacht [3]. Je nach Haushalt kann dies variieren. Mit dem konsequenten Vermeiden von Standby mit den oben vorgeschlagenen Massnahmen kann ein durchschnittlicher Haushalt zwischen 300 und 600 kWh im Jahr sparen, dies entspricht je nach Energiepreisen ca. 100 Franken [4].

Quellen

[1]         BKW, “Energie sparen”, Accessed: Sep. 20, 2022. [Online]. Available: https://www.bkw.ch/de/energie/stromversorgung-privat-und-gewerbekunden/energie-sparen

[2]         F.-O. Grün, “Wann eine Funk-Steckdose Energie spart – Und wann nicht.” https://www.digitalzimmer.de/artikel/wissen/wann-eine-funksteckdose-energie-spart-und-wann-nicht/ (accessed Sep. 20, 2022).

[3]         N. Boogen, “Schweizer Haushalte könnten Strom sparen”, Accessed: Sep. 20, 2022. [Online]. Available: https://ethz.ch/de/news-und-veranstaltungen/eth-news/news/2017/05/schweizer-haushalte-koennten-strom-sparen.html

[4]         BKW, “Energie sparen”.

Das “Soziale” von Social Power Plus

Die Social Power Plus-App ist immer noch im Einsatz, aber die intensive Phase mit Infos und Aktivitäten rund ums Energiesparen ist vorbei. Wir haben die Daten aus dieser intensiven Phase analysiert, um mehr über den “sozialen” Aspekt des Projekts zu erfahren:

  • Wer nutzt die App?
  • Wie interagierten die Teilnehmenden auf der Pinnwand der App miteinander?

Das Ziel der App ist, dass die Nutzenden mit Hilfe der Tipps und Challenges in der App etwas zum Energiesparen lernen und erfahren. Aber auch die Pinnwand soll das Lernen voneinander unterstützen. Wer aber sind überhaupt die Teilnehmeden?

Ursprünglich haben 220 Personen der App installiert (75 % Männer, Durchschnittsalter 51 Jahre), von denen etwa 100 die App regelmäßig nutzen.

 App-Öffnungen während der intensiven Nutzungsphase der App.

Altersspanne der Teilnehmer geht von 28 bis 83 Jahre!

Und wie haben diese Menschen die App genutzt, um miteinander in Kontakt zu treten? Wir haben die Nutzung der Pinnwand analysiert: Sie wurde von etwa 10 % der Nutzer aktiv genutzt, indem sie hauptsächlich Fragen stellten und beantworteten. Das ist zwar nicht extrem viel Austausch, aber die Teilnehmenden gaben auch an, dass sie die Pinnwandbeiträge anderer lasen, selbst aber nichts schreiben wollten.

Interaktionsintensität zwischen verschiedenen App-Nutzern

Wie bei einer so vielseitigen App üblich, gab es also Personen, die eher am sozialen Austausch interessiert waren, und andere, die sich mehr für ihre Energieverbrauchsdaten oder die Energiespartipps interessierten. Wir freuen uns, dass all die verschiedenen Funktionen der App als nützlich empfunden wurden. Wir werden weiter daran arbeiten, die kollektive Wirkung dieser App wo viele Menschen einen individuellen Beitrag leisten, zu verbessern. Wenn wir alle persönlichen, kleinen und grösseren Beiträge zusammenzählen, haben wir wirklich “social power” für die Energiewende!

Der erste Monat der Energiesparfüchse

Seit fast einem Monat ist die App Social Power Plus aufgeschaltet und die Haushalte aus den Regionen Schaffhausen, Winterthur und Wil versuchen Energie in ihrem Haushalt einzusparen. Die App- und Datenteams haben im Hintergrund fleissig Fragen beantwortet und Fehler behoben und die Teilnehmenden haben weiter gute Inputs und neue Ideen geliefert.

Am 22. Februar haben wir einen Online-Energiesparfüchse-Treffen veranstaltet, um einige der neuesten Entwicklungen des letzten Monats zu erläutern und den Teilnehmenden etwas Zeit zu geben, sich gegenseitig kennenzulernen und Erfahrungen auszutauschen. Über 90 Personen nahmen teil und wir sammelten nochmals viele hilfreiche Rückmeldungen.

Wir fragten sie, was sie an der App am interessantesten finden. Der grosse Favorit war der stündliche Energieverbrauch, aufgeteilt nach Heizung und anderen Verbrauchsarten, der für den Vortag und die letzte Woche angegeben und in einer fortlaufenden wöchentlichen Grafik zusammengefasst wird.

Jetzt geht’s los! 230 Haushalte werden zu Energiesparfüchsen

Am 1. Februar haben wir die neue Social Power Plus App für die registrierten Teilnehmenden in den Regionen Schaffhausen, Winterthur und Wil lanciert. Mit der App können sie ihren täglichen und wöchentlichen Energieverbrauch überwachen, an Energiespar-Challenges teilnehmen, Tipps zum Energiesparen in verschiedenen Haushalts-Bereichen erkunden und persönliche Erfahrungen und Ideen mit anderen Teilnehmenden austauschen.

Am Abend des 1. Februar führten wir eine kurze Einführungsveranstaltung durch, um einander kennenzulernen, die Motivation für das Projekt zu erfahren und um die App zu erklären.

Wir sind gespannt, wie die teilnehmenden Haushalte die App nutzen und wie sie ihren Energieverbrauch beobachten.

Es geht bald los mit dem Energiesparwettbewerb!

Schon eine Weile ist es her seitdem sich die teilnehmenden Haushalte im Herbst für das Projekt «Social Power Plus: Wir sind die Energiesparfüchse» angemeldet haben.

In der Zwischenzeit sind bei den EKS-Kunden die Energiemessgeräte installiert worden. Ausserdem haben wir die App fertig gestellt und die nötigen technischen Konfigurationen erstellt, damit  in der App dann auch die korrekten Daten für jeden Haushalt angezeigt werden. Denn schon bald geht es los mit dem Social Power Plus Energiesparwettbewerb!

Ende Januar bekommen die Teilnehmenden die erste online-Befragung via Email und Anfang Februar können die Haushalte die Social Power Plus App herunterladen und ihren Energieverbrauch in verschiedenen Darstellungen beobachten. Die Haushalte können sich eigene Sparziele setzen, Energiespar-Challenges absolvieren, Energie-Tipps lesen und selber verfassen und im regionalen Energiesparwettbewerb für den Sieg Ihrer Region kämpfen.

Wir suchen Haushalte für den Energiesparwettbewerb

Energie sparen und effizient nutzen? Das ist nicht immer einfach – aber wir helfen Ihnen dabei! Falls Sie Kundin oder Kunde von EKS, Stadtwerk oder TBW sind dann beteiligen Sie sich an der Aktion «Wir sind die Energiesparfüchse»: Sie sehen Ihre Energiedaten (Strom und Heizung) und erhalten praktischen Energiespar-Tipps von uns und den anderen Energiesparfüchsen der Region! Wir suchen pro Region 100 Haushalte.

Weitere Informationen, Teilnahmevoraussetzungen und Anmeldung finden Sie hier.

 

Social Power Plus: Energiesparen in Haushalten ist eine gemeinsame Herausforderung

Social Power Plus ist ein App-basierter gemeinschaftlicher Energiesarwettbewerb mit dem Ziel, Energieeinsparungen in Haushalten in einer spielerischen Form umzusetzen. Die App und der Energiespar-Wettbewerb beinhalten die Themen Strom- und Heizenergieverbrauch und werden gemeinsam mit einer Gruppe interessierter Bürger*innen in einem Co-Creation-Prozess entwickelt. Die Wirksamkeit der App wird in einem Pilottest mit Haushalten in den Bezirken der Schweizer Versorgungsunternehmen EKS (Link), Technische Betriebe Wil (Link) und Stadtwerk Winterthur (Link) überprüft. Wohnen Sie in im Versorgungsgebiet eines dieser Unternehmen und möchten Sie am Pilottest teilnehmen? Bald können Sie sich auf dieser Website dafür anmelden und Teil des Projekts werden!